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Auf dieser Seite werde ich sporadisch meine Meinung zu aktuellen oder weniger aktuellen Themen abgeben.

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Dokus

Das Angebot an Dokumentationssendungen im Fernsehen ist enorm groß und die Qualität der Sendungen sind erstaunlich. Seien es Naturdokumentationen, Sendungen über Technik und Wissenschaft, Sendungen zur Geschichte – für alle Interessen gibt es Sendungen, die vom Inhalt, der Bildqualität und dem Informationsgehalt schlichtweg umwerfend sind.

Zu schön, um wahr zu sein? Richtig, jetzt kommt der Pferdefuss. Die meisten dieser Sendungen, um nicht zu sagen alle, sind von einer dermaßen schlechten und penetranten „Musik“ hinterlegt, dass sie unerträglich sind. Ich finde es besonders schrecklich bei Naturdokus. Statt Vogelgeszwitscher oder dem Rauschen eines Bächleins wird dem Zuschauer ein wüstes Kakophonieprodukut in voller Lautstärke präsentiert, das häufig sogar die guten Kommentare überdeckt. Kulturschande ist das netteste Wort, das mir zu diesem Frevel einfällt. Mir kommt das ganze vor, wie wenn jemand in einem Sternerestaurant Ketschup und Mayonese über sein exquisites Menü schüttet. Was im Sterne-Restaurant verpönt ist, wird im TV täglich zig-fach zelebriert.

Schade, dass ich bei solchen Dokumentationen den Ton wegnehmen oder ganz abschalten muss. Aber wahrscheinlich ist diese Art der Präsentation ein weiterer Parameter für eine zunehmend dekadente TV-Kultur.

Tanzverbot am Karfreitag

Tanzverbot am Karfreitag

Heute ist Karfreitag und da herrscht in den meisten Bundesländern Tanzverbot. Dieses Verbot sehen viele nicht mehr als zeitgemäß an und deshalb wird in Stuttgart, z.B., wieder dagegen demonstriert, in dem demonstrativ getanzt wird.
Man kann durchaus argumentieren, dass in einem Land, wo die Kirchenbesuche drastisch abnehmen und viele nicht mehr an die christliche Lehre glauben, so ein Verbot anachronistisch und deshalb überflüssig ist. Man kann aber auch anders argumentieren. Wäre es nicht ein Zeichen von Respekt der Nicht-Gläubigen den gläubigen Christen gegenüber, einmal im Jahr auf das Tanzen zu verzichten, um deren Gefühle nicht zu verletzen. Für Gläubige ist der Karfreitag der Tag, dem an das Leiden und den Tod Christi erinnert wird, und es zeugt nicht gerade von gegenseitiger Toleranz, wenn ich Party mache, während mein Nachbar trauert. Ist es wirklich zu viel, einmal im Jahr Solidarität mit einer wirklich friedlichen Religionsgemeinschaft zu bezeugen? Ich kann mir den Gedanken nicht verkneifen, dass die selben Leute, die heute in Stuttgart tanzen, gerne auf diesen Tanz verzichten würden, wenn es darum ginge, ein muslimisches Fest zu respektieren.

Gehört der Islam zu Deutschland?

Gehört der Islam zu Deutschland?

Als erstes hat es der damalige Bundespräsident Wulf formuliert, erst neulich haben Kanzlerin Merkel und der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann es bestätigt: Der Islam gehört zu Deutschland. Andere Politiker, z.B. Horst Seehofer, von der AfD ganz zu schweigen, sind da anderer Meinung. Fakt ist, dass bei uns Religionsfreiheit ein hohes Gut ist, das sich auch zu verteidigen lohnt. Von daher müsste auch der Islam gleichwertig neben Christentum und anderen Religionen stehen. Fakt ist aber auch, dass der Islam mehr ist als nur eine Religion und dass einige Dinge, die Teil des Korans sind, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Schon von daher verbietet sich eine pauschale Aussage wie „Der Islam gehört zu Deutschland“. So wie sich der Islam in seiner Gesamtheit momentan darstellt gehört er genauso zu Deutschland wie Hass auf Andersgläubige, Frauenverachtung, Vergewaltigung, Parallelgesellschaften, bis hin zu Mord und Terrorismus – will sagen, er gehört eben nicht zu uns. Alles andere ist eine Lüge und nur dazu nützlich, sich bei den radikalen Muslimen anzubiedern. Stattdessen sollten wir darangehen, die moderaten Muslime, die tatsächlich eine friedliche und tolerante Religion leben, noch besser in unser System einzubinden und muslimischen Flüchtlingen, die nicht einer mittelalterlichen Ideologie anhängen, die Eingliederung in unser System so leicht wie möglich zu machen. Dies ist – das wird leider häufig bei der Debatte verschwiegen – auch ganz klar im Interesse der moderaten, friedliebenden Muslime, deren Stimme im Getöse der Extremisten leider nicht hörbar ist.

Zeitumstellung

Zeitumstellung

Samstagnacht war es wieder soweit. Die Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt und Europa zelebriert die Sommerzeit. Letztendlich heißt das nichts anderes, als dass alle Aktivitäten um eine Stunde vorgezogen werden – die astronomische Zeit bleibt gleich, das heißt, die Sonne wird immer am Mittag im Zenit stehen, egal was die Eurokraten in Brüssel bestimmen. Welche Vorteile bringt das? Man hat mal gemeint, dadurch könne man Energie sparen. Diese Illusion ist längst von der Wirklichkeit überholt worden. Gut, es ist sicher schön, wenn es im Sommer abends länger hell ist, aber das ist auch schon alles. Auf der Negativseite stehen der enorme bürokratische Aufwand zweimal im Jahr und vor allem die Umstellung für die sogenannten Nutztiere in den Ställen. Wer schon einmal die Kühe, die gemolken werden wollen brüllen gehört hat, weiß was ich meine.
Dabei wäre es bei diesem Luxusproblem wirklich extrem simpel allen – ja wirklich allen – gerecht zu werden. Ich sehe da mehrere Lösungen:
1. Wir einigen uns auf Sommer- oder Winterzeit. Ich selber favorisiere die Sommerzeit. Im Winter ist es eh dunkel, wenn ich aufstehe.
2. Wir gehen ganz gerecht und salomonisch vor und einigen uns in der Mitte: bei der nächsten Umstellung im Herbst stellt man die Uhr nur um eine halbe Stunde zurück und das wars auch schon. Wer damit nicht leben kann, der soll sich dann eben ein Leben lang grämen.
Das wars eigentlich schon. Der Politiker, der solch eine Lösung verbindlich verspricht und auch durchzieht, den wähle ich – zumindest einmal, egal welcher Partei er angehört.

Deutschlandlied

Deutschlandlied

Heute morgen las ich in der Bild am Sonntag, dass es einen Vorschlag gibt, das Deutschlandlied zu gendern, sprich das männliche Element herauszunehmen. Aus Vaterland soll Heimatland werden und aus brüderlich soll couragiert werden. Diese Begriffe sind in ihrer Bedeutung nicht identisch und jedes Kunstwerk hat seinen eigenen Wert, unabhängig vom Zeitgeist, aber das ist für mich im Moment von sekundärer Bedeutung. Mir zeigt dieser Vorschlag. wie durchgeknallt wir inzwischen sind, dass wir uns auf solch banale Nebenkriegsschauplätze begeben. Ich finde, die Frauen – Feministinnen oder nicht – sollten sich auf die wesentlichen Dinge der Emanzipation konzentrieren: Lohngleichheit, Chancengleichheit, gleichwertige Behandlung in allen Lebensbereichen. Und wenn dieses Ziel in weiter Ferne einmal erreicht ist, dann können sich selbstbewusste Frauen für solche Lappalien und formalistischen Dinge wie ein „brüderlich“ in einem historischen Text nur ein müdes Lächeln abringen.
Was noch dazu kommt ist m.E. der eigentliche Skandal. Während sich die Kämpferinnen für die Gleichheit der Frau mit Hurrah in solch belanglose Diskussionen stürzen, tolerieren sie gleichzeitig stillschweigend die frauenverachtendste Ideologie, welche die Welt momentan zu bieten hat und die in Deutschland immer mehr um sich greift und die viele Politiker, organisierte Gutmenschen und auch Feministinnen als zu Deutschland gehörig betrachten. Ich spreche vom Islam, der in seiner Grundausrichtung frauenfeindlich und frauenverachtend ist. Hier gäbe es für ehrliche Feministinnen und Kämpfer für Frauenrechte ein weites Betätigungsfeld.

Organspenden

Organspenden

In Deutschland ist es mit der Bereitschaft zur Organspende nicht so weit her. Tausende Schwerkranker stehen auf der Warteliste, während die Zahl der Spender nur in die Hunderte geht. Dabei wäre das Problem sehr einfach zu lösen. Entweder man macht es so wie die Niederländer: Jeder ist grundsätzlich ein möglicher Spender, es sei denn er legt klar fest, dass er das nicht will. Für letzteren Fall gilt mein Zusatzvorschlag: Mit der Verweigerung zu spenden, sagt er auch, dass er als Empfänger nicht in Frage kommt. Vielleicht würde es dem einen oder anderen doch zu denken geben, wenn er meint etwas für sich in Anspruch nehmen zu dürfen ohne eine mögliche Gegenleistung zu erbringen. Einfacher, aber in einem professionellen Gutmenschenstaat wahrscheinlich nicht durchzusetzen, wären zwei Wartelisten für Empfänger von Spendenorganen. Auf der einen Liste sind Leuten mit Organspenderausweis. Diese Liste wird zuerst „abgearbeitet. Die zweite Liste wäre für Empfänger ohne Ausweis. Diese Liste wird erst nach der ersten abgearbeitet. Wetten, dass bei einer solchen Regelung die Zahl der möglichen Spender in die Höhe schnellt? Ach ja, ich habe einen Ausweise schon seit Jahren, hoffe aber inniglich, dass er nie zum Einsatz kommt.