Samstagnacht war es wieder soweit. Die Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt und Europa zelebriert die Sommerzeit. Letztendlich heißt das nichts anderes, als dass alle Aktivitäten um eine Stunde vorgezogen werden – die astronomische Zeit bleibt gleich, das heißt, die Sonne wird immer am Mittag im Zenit stehen, egal was die Eurokraten in Brüssel bestimmen. Welche Vorteile bringt das? Man hat mal gemeint, dadurch könne man Energie sparen. Diese Illusion ist längst von der Wirklichkeit überholt worden. Gut, es ist sicher schön, wenn es im Sommer abends länger hell ist, aber das ist auch schon alles. Auf der Negativseite stehen der enorme bürokratische Aufwand zweimal im Jahr und vor allem die Umstellung für die sogenannten Nutztiere in den Ställen. Wer schon einmal die Kühe, die gemolken werden wollen brüllen gehört hat, weiß was ich meine.
Dabei wäre es bei diesem Luxusproblem wirklich extrem simpel allen – ja wirklich allen – gerecht zu werden. Ich sehe da mehrere Lösungen:
1. Wir einigen uns auf Sommer- oder Winterzeit. Ich selber favorisiere die Sommerzeit. Im Winter ist es eh dunkel, wenn ich aufstehe.
2. Wir gehen ganz gerecht und salomonisch vor und einigen uns in der Mitte: bei der nächsten Umstellung im Herbst stellt man die Uhr nur um eine halbe Stunde zurück und das wars auch schon. Wer damit nicht leben kann, der soll sich dann eben ein Leben lang grämen.
Das wars eigentlich schon. Der Politiker, der solch eine Lösung verbindlich verspricht und auch durchzieht, den wähle ich – zumindest einmal, egal welcher Partei er angehört.