In Deutschland ist es mit der Bereitschaft zur Organspende nicht so weit her. Tausende Schwerkranker stehen auf der Warteliste, während die Zahl der Spender nur in die Hunderte geht. Dabei wäre das Problem sehr einfach zu lösen. Entweder man macht es so wie die Niederländer: Jeder ist grundsätzlich ein möglicher Spender, es sei denn er legt klar fest, dass er das nicht will. Für letzteren Fall gilt mein Zusatzvorschlag: Mit der Verweigerung zu spenden, sagt er auch, dass er als Empfänger nicht in Frage kommt. Vielleicht würde es dem einen oder anderen doch zu denken geben, wenn er meint etwas für sich in Anspruch nehmen zu dürfen ohne eine mögliche Gegenleistung zu erbringen. Einfacher, aber in einem professionellen Gutmenschenstaat wahrscheinlich nicht durchzusetzen, wären zwei Wartelisten für Empfänger von Spendenorganen. Auf der einen Liste sind Leuten mit Organspenderausweis. Diese Liste wird zuerst „abgearbeitet. Die zweite Liste wäre für Empfänger ohne Ausweis. Diese Liste wird erst nach der ersten abgearbeitet. Wetten, dass bei einer solchen Regelung die Zahl der möglichen Spender in die Höhe schnellt? Ach ja, ich habe einen Ausweise schon seit Jahren, hoffe aber inniglich, dass er nie zum Einsatz kommt.