Heute morgen las ich in der Bild am Sonntag, dass es einen Vorschlag gibt, das Deutschlandlied zu gendern, sprich das männliche Element herauszunehmen. Aus Vaterland soll Heimatland werden und aus brüderlich soll couragiert werden. Diese Begriffe sind in ihrer Bedeutung nicht identisch und jedes Kunstwerk hat seinen eigenen Wert, unabhängig vom Zeitgeist, aber das ist für mich im Moment von sekundärer Bedeutung. Mir zeigt dieser Vorschlag. wie durchgeknallt wir inzwischen sind, dass wir uns auf solch banale Nebenkriegsschauplätze begeben. Ich finde, die Frauen – Feministinnen oder nicht – sollten sich auf die wesentlichen Dinge der Emanzipation konzentrieren: Lohngleichheit, Chancengleichheit, gleichwertige Behandlung in allen Lebensbereichen. Und wenn dieses Ziel in weiter Ferne einmal erreicht ist, dann können sich selbstbewusste Frauen für solche Lappalien und formalistischen Dinge wie ein „brüderlich“ in einem historischen Text nur ein müdes Lächeln abringen.
Was noch dazu kommt ist m.E. der eigentliche Skandal. Während sich die Kämpferinnen für die Gleichheit der Frau mit Hurrah in solch belanglose Diskussionen stürzen, tolerieren sie gleichzeitig stillschweigend die frauenverachtendste Ideologie, welche die Welt momentan zu bieten hat und die in Deutschland immer mehr um sich greift und die viele Politiker, organisierte Gutmenschen und auch Feministinnen als zu Deutschland gehörig betrachten. Ich spreche vom Islam, der in seiner Grundausrichtung frauenfeindlich und frauenverachtend ist. Hier gäbe es für ehrliche Feministinnen und Kämpfer für Frauenrechte ein weites Betätigungsfeld.