Ab 1. Mai ist die neue EU-Datenschutzverordnung in Kraft. Sie ist symptomatisch für den ausufernden Bürokratiewahn der Gemeinschaft und zeigt beispielhaft, wie durchgeknallt die Welt inzwischen ist.

Normalerweise müsste man davon ausgehen, dass eine Datenschutzverordnung denen, die mit (persönlichkeitsbezogenen) Daten zu tun haben, vorschreibt, wie sie mit diesen Daten umzugehen haben und welche Konsequenzen entstehen, wenn jemand gegen diese Verordnung verstößt.

Was machen die Wahnsinnigen von der EU stattdessen? Sie schreiben vor, dass alle, die mit Daten zu tun haben, vor allem Webseitenbetreiber, Datenschutzerklärungen produzieren und mit diesen zahllose Menschen, die den Unsinn nicht lesen können oder wollen,  im Netz und anderswo malträtieren. Daten schützt man nicht durch Erklärungen, sondern durch entsprechende Verhaltensweisen, aber sag das mal so einem EU-Betonkopf.

Das größte kommt aber noch: Gleichzeitig wird windigen und halbseidenen Geschäftemachern (Rechtsanwälten ?!) und selbsternannten Vigilantes ein gedeckter Tisch angeboten. Sie dürfen z.B. im Netz Verstöße gegen diese Erklärungsvorschrift  abmahnen. Wohlgemerkt, das sind Fehler bei Formulierungen oder Auslassungen oder sonst ein Formalfehler.  Hier geht es tatsächlich nicht um den Missbrauch von Daten sondern um meist harmlose Fehler, die man eben macht, wenn man sich in einer Materie nicht auskennt, und wer kennt sich da schon aus?

Was wäre die Lösung: Eine Vorschrift, die klar besagt, wie man mit Daten umgeht und an die sich jeder zu halten hat. Punkt. Bei Missbrauch kann die Justiz eingeschaltet werden. Punkt. Ja, und das wars dann auch schon.